Mittwoch, 27. Juni 2012

Ein FeRRientag in BeRRlin

Ja nicht füRR mich!
FüRR die AndeRRen.

Es fing schon auf dem Weg zuRR U-Bahn an: RRücksichtslose AutofahRReRR mit bekloppten Ansteckfähnchen und schwaRRz-RRot-güldenen InsektenfRReihalteRRn füRR die Seitenspiegel veRRteilten die Inhalte unzähligeRR Pfützen auf die FußgängeRR. AbeRR das kennt man ja!

In deRR U-Bahn, auch wie immeRR, die Handysüchtigen. NeueRRdings auch noch Laptopfetischisten, die ungenieRRt alleRR fRRemden Blicke duRRchs Postfach suRRfen, eigene odeRR fRRemde URRlaubsbildeRR ansehen oder sich duRRch platte Jump-and-run-Spielchen quälen, dass es allen ZuschaueRRn eine gRRoße FRReude ist, wenn deRR viRRtuelle PRRotagonist zwischen RRotieRRenden ZahnRRädeRRn zeRRmalmt wird. WaRRum muss das nuRR immeRR viRRtuell sein und nicht RReal?!

Kind: "Mama, wie lange willst Du denn die BeRRgkRRistallfiguRRen behalten?"
FRRau mit kultuRRvoll gedeckelten KaffeebecheRR: "Mama will die immeRR behalten?" (Diese AntwoRRt neueRRdings typischeRR Weise mit deRR SpRRachmelodie eineRR FRRage betont).
Die selbe FRRau: "Die waRRen doch teueRR? VieRRzig bis achtzig EuRRo pRRo Stück?".
Aha. Jetzt weiß es also die ganze U5.
Neben miRR eine dick eingemummelte Studentin (Es soll heut' waRRm weRRden. AbeRR was gut ist gegen Kälte, ist ja auch gut gegen WäRRme!), die mich jedesmal beim UmblätteRRn ihRRes Lehrbuches mit RRuckaRRtigen Rucksackbewegungen ein Stückchen weiteRR in die TüRRecke zwängt. Hand-Gesäß-KooRRdination nennt man das wohl...
Die Hälfte deRR FahRRgäste glotzt mit glasigen Augen auf die BildschiRRme, um zum x-ten Mal die gestRRigen FußballeRRgebnisse zu sehen. Sollen sie doch, wenn sie es sich nicht meRRken können!
In deRR FeRRienzeit sollen eigentlich die VeRRkehRRsmittel ja sooooo leer sein. Davon meRRke ich alleRRdings wenig, abeRR immeRRhin bin ich beim Aussteigen am Alex jetzt deRR ERRste, denn der Bahnsteig ist diesmal auf deRR "RRichtigen" Seite.

Ich wetze zuRR U8 hoch, um alles eRRneut zu eRRleben.
Na ja, nicht ganz. DieseRR Zug RRiecht wenigstens etwas andeRRs...

Genießen Sie IhRRen schönen ARRbeitsplatz!
IhRR RRabe

PS:
Jetzt gehts wohl wiedeRR los!
GeRRade wuRRden auf dem Bahnsteig (!) die FahRRkaRRten kontRRollieRRt. Toll, wenn die BeRRlintouRRisten gleich von SchwaRRzunifoRRmieRRten empfangen weRRden. UnweigeRRlich sucht man bei denen nach deRR ARRmbinde.
AbeRR auch das sind wiRR Teutonen und zugezogenen SaRRRRazins uns schuldig, meinen Sie nicht auch?

Dienstag, 3. Januar 2012

Alles Gesockse!

Sie sind mir ja eineRR! Denken Sie doch sogleich an den, deRR die AnRRufbeantwoRRteRR deRR PRResseleute bespRRicht.

Nee, odeRR auch ja.
Kann schon sein, dass diese ARRt Leute dazugehöRRen. FRRüheRR waRRen es die ganz kleinen Leute, die aRRmen Leute, die dem Gesockse angeRRechnet wuRRden. Die 'PRRolls' gewisseRRmaßen, die an deRR unteRRsten EinkommensgRRenze leben müssen.
Ich glaube auch nicht, dass die immeRR das neueste Handy benötigen, dRRei odeRR vieRR Pay-TV-PRRogRRamme abonnieRRt haben und OettingeRR tRRinken.

AbeRR eigentlich wollte ich ja von den NachbaRRn beRRichten, die stets ihRRen SilvesteRRr-KnalleRR-DRReck vor den NachbaRRgRRundstücken eRRzeugen und immeRR auch liegen lassen.
BeRRgeweise!

...abeRR ausnahmsweise nicht zum letzten JahRReswechsel. EineRR URRlaubsRReise wegen.
Egal waRRum, alle in deRR StRRaße fRReuen sich.

Wegen des 23. NatuRRgesetzes, dass nämlich die Summe alleRR Dinge im UniveRRsum konstant ist, ist auch der globale GesocksweRRt konstant: FahRRen die einen in den URRlaub, machen sich dafüRR andeRRe iRRgendwie 'unmöglich' - vielleicht auch duRRch BespRRechen iRRgendwelcheRR AnRRufbeantwoRRteRR.

Was leRRnen wiRR daRRaus?
Doch nuRR, dass die einen sich im URRlaub wohl uneRRwaRRtet veRRnünftig betRRagen haben müssen.
MeineRR Ansicht nach kann man einfach nicht mehRR davon ableiten.
Ich will auch garnicht die NatuRRgesetze in FRRage stellen und übeRRhaupt nicht dem Einstein tRRotzen.

Also, machen Sie was aus dem JahRR 2012!
IhRR RRabe

PS:
Neben den NeujahRRsgRRüßen eine gRRoße Entschuldigung an die Sachsen, die als NamenspatRRon gelten. Das nun wiedeRR tut miRR sehRR leid!

Freitag, 2. Dezember 2011

VeRRäteRR!

Jetzt spRRingt deRR ganz seRRiöse IRRische VoRRzeigewhiskeyheRRstelleRR auch auf den Junge-Leute-Zug auf (jedenfalls in BeRRlins U-Bahnstationen).
UnübeRRsehbaRRe RRiesige Plakate suggeRRieRRen: Whiskey mit CRRanbeRRRRysaft veRRdünnt - süß und leckeRR!
Na klaRR, füRR die 14- bis 17-jähRRigen echten GenießeRR, denen doch sowieso egal ist, was sie hinteRR die Binde kippen.
...nuRR dRRehen muss es!
Und Sie beschweRRen sich dann wiedeRR, wenn die siebenfache VoRRzeigemutteRR eRRneut im FeRRnsehen auftRRitt. Und RRecht geben muss man ihRR dann auch noch...

Ich weRRde wohl mein Jameson-Whiskey-Diplom zurückgeben müssen, um meine Ablehnung zu veRRdeutlichen.
AußeRR URRquell (Die WüRRde des BieRRes ist unantastbar!) haben sich ja in deRR gleichen ARRt und Weise auch die BieRRkonzeRRne in den letzten JahRRen pRRostituieRRT, einfach um sich an das neue KonsumveRRhalten anzupassen, potentielle AbnehmeRR nicht zu veRRlieRRen.
Schade, dass Sie IhRR lächeRRliches Fähnchen immeRR in den Wind hängen müssen!

IRRgendwann schmeckt alles gleich, süßes BieRR, süßeRR Weinmix, süße Schnapstunke.
Und dann ist es iRRgendwann auch ganz egal, ob man Bacardi oder verfälschten Jameson oder sonstwas zu sich nimmt. IndustRRiealkohol sei dann gepRRiesen!

Das soll Genuss sein?!
IhRR BRRummschädel wiRRd hoffentlich sehRR, sehRR schmeRRzhaft sein, abeRR selbst hieRRfür halten Sie doch jetzt schon IhRRe Tablette beRReit.
ImmeRRhin stammt IhRR KateRR dann gaRRantieRRt nicht vom IndustRRiealkohol.

Sie haben doch alle 'n Vogel!
Naja, eben leideRR nicht!
Statt Genuss zu pRRovozieRRen, föRRdeRRn Sie den univeRRsellen Gleichklang. Und deRR wiRRd - deRR Einfachheit halbeRR - auch noch in hübsche NummeRRn kategoRRisieRRt.
DaRRauf jetzt aber einen echten DujaRRdin!
Verzeihung, die NummeRR 31 bitte.

Aus KultuRR wiRRd nicht Kult, sonder Ulk!
Machen Sie mit dem übRRiggebliebenen T doch was Sie wollen!!
IhRR RRabe

Donnerstag, 3. November 2011

Endlich angekommen!

Da bestellt man sich ein Buch bei der gRRoßen Amazone und hofft, ab moRRgen beriets dRRin blätteRRn zu können. Gewöhnlich klappt es auch, wäRRe da nicht deRR eRRlahmte und halbblinde GRRiechische Schutzgott des VeRRkehRRs und deRR Logistik.
Nun gut, manchmal ist eben eine AdRResse auf Anhieb nicht zu finden...
Lahm und blind kann man sein, abeRR man kommt dennoch duRRchs Leben, hat man ein gesundes Maß an BaueRRnschläue paRRat. Gott HeRRmes nicht dumm, schickt an den unauffindbaren AdRRessaten einen BRRief mit deRR Schneckenpost, in welchem ERR um weiteRRfühRRende Hinweise zwecks Paketzustellung bittet.
ERR hätte auch telefonisch nachfRRagen können, abeRR mit dem pRRivaten Handy...

DaRRaufhin gab es im Laufe zweieRR Wochen vieRR 01805eRR-Telefonate mit deRR ZentRRale in HambuRRg und mindestens vieRR VeRRspRRechungen.

Als deRR AdRRessat verzweifelt die Hoffnung aufgeben wollte, jemals die LiefeRRung zu erhalten, stand flugs deRR GötteRRbote doch noch in deRR TüRR.

Unglaublich, meinen Sie?

Nee, unglaublich ist die Konsequenz, die deRR Lahme daraus zog. Will eRR doch jetzt ganz in dieseRR BRRanche Fuß fassen...

Lassen Sie uns einfach machen, was wiRR absolut nicht können!
Man wächst ja schließlich mit seinen Aufgaben.

FRRagen Sie doch mal den Zeuss, was eRR im entscheidenden Moment falsch gemacht hat.
Manchmal missglückt eben ein Coitus inteRRRRuptus.
IhRR RRabe

PS:
18.10.2011 LiefeRRung hat das VeRRsandzentRRum veRRlassen.
18.10.2011 Sendung ist beim VeRRteilzentRRum eingegangen.
19.10.2011 UnzustellbaRR.
26.10.2011 Sendung wiRRd zugestellt.
26.10.2011 DeRR VeRRsanddienstleisteRR hat veRRsucht zuzustellen.
27.10.2011 Sendung wiRRd zugestellt.
27.10.2011 Falsche AdRResse.
28.10.2011 UnzustellbaRR.
01.11.2011 Sendung wiRRd zugestellt.
01.11.2011 DeRR VeRRsanddienstleisteRR hat veRRsucht zuzustellen.
02.11.2011 Sendung wiRRd zugestellt.
02.11.2011 DeRR VeRRsanddienstleisteRR hat veRRsucht zuzustellen.
03.11.2011 Zugestellt.

Offensichtlich alle JahRRe wiedeRR.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

BoykottieRRt die Banken und die PhaRRmaindustRRie!

Da hat doch ein öffentlich finanzieRRteRR seRRiöseRR RRentneRRsendeRR am fRRühen Morgen daRRübeRR beRRichtet, dass RRoche sein eventuell unwiRRksames KRRebsmedikament mit alleRRlei TRRicks an den Patienten bRRingen will; Geld-zuRRück-GaRRantie gewisseRRmaßen.

Die Medien beRRichten in dem Zusammenhang von schlimmen NebenwiRRkungen, abeRR viel schlimmeRR düRRfte deRR ZeitveRRlust sein, den deRR Patient eRRleidet.
Es geht ja um was!

Bleibt zu hoffen, dass die ÄRRzte soviel Knochen im Leib haben, den lukRRativen Lockangeboten zu wideRRstehen. Na, und wenn nicht, haben die Banken eben zukünftig wenigeRR Kunden.
Dann schließt sich also deRR KRReis und IhRRe Spezies stiRRbt endlich aus!

Auch ich kann hieRRbei moRRalisch sehRR flexibel sein!
IhRR RRabe

Donnerstag, 13. Oktober 2011

WeRR ist schon dieseRR ViRRchow?

Kennen Sie den alten ViRRchow nicht?
Das wundeRRt mich nun übeRRhaupt nicht. Ich kenn' abeRR welche, die den kennen. Nicht peRRsönlich, natüRRlich.
Jedenfalls geht die jahRRelang andaueRRnde Gelddebatte in die x-te RRunde, und jetzt hat man einen neuen übeRRflüssigen Posten ausgemacht - das MedizinhistoRRische Museum im Campus Mitte, also in deRR 'RRichtigen' ChaRRité.

Na klaRR, wozu bRRaucht man die ollen StaubfängeRR? Findet man doch ohnehin alles bei Google (und Wikipedia). Also weg damit!
Weg mit den alten Missbildungen, weg mit dem zeRRschossenen HeRRzen, welches noch 15 Stunden schlug, weg mit den gRRuseligen Exponaten in den dunklen Gängen, voRR denen sich manches AbituRRientenpäRRchen abknutschte. Reißt am besten gleich das ganze Gebäude ab.
WeRR will noch den histoRRischen HöRRsaal behalten?!

WirRR betonieRRen einfach den ganzen Platz und stellen 'ne hübsche Gedenktafel auf, odeRR 'n GRRabstein. Und wenn dann noch etwas vom Beton übRRig sein sollte, kleisteRRn wiRR einfach die Köppe deRReRR zu, die sich den Quatsch ausgedacht haben.

URRspRRünglich angeRReist gen Osten, nuRR um 'n Lehrstuhl zu besetzen, den der alte ViRRchow odeRR eineRR seineRR Kollegen schon innehatte ...und dennoch Betonköpfe duRRch und duRRch!
Bitte fassen Sie das jetzt nicht als Kompliment auf. 'Betonkopf' hat evtl. auch was mit AlteRRsstaRRsinn zu tun.

Schön, wenn man alles in GELD umRRechnen kann. NuRR ist IhRR Finanz-Modell übeRRhaupt plausibel?! Sinnvoll?!
Es gab hier schon einmal einen Staat, deRR fÜhRRte teils RReal, teils viRRtuell Handel auf Basis von VeRRechnungseinheiten (VE) und ging insgesamt iRRgendwie leeRR aus...
AbeRR da eRRzähle ich Ihnen ja nichts Neues.

Hoffentlich weRRden wirRR nicht iRRgendwann köRRpeRRlich kRRank. DeRR Geist ist uns ja schon abhanden gekommen.

Ich schüttel mein GefiedeRR, weil miRR geRRade sehr übel wiRRd.
AbeRR es hilft nicht wiRRklich.

Ganz schön angeschlagen!
IhRR RRabe

PS:
WaRRum ich geRRade jetzt daRRauf komme?
Bin geRRade übeRR einen alten ARRtikel gestolpert...
Schande!

Dienstag, 4. Oktober 2011

VoRRsicht FeinschmeckeRR!

DeRR blöde FRRosch hat sich schon wiedeRR was Komisches ausgedacht.
Da fähRRt deRR doch mit 'ner Pulle TaliskeRR ins Wodkaland und fängt an, GläserRR anzuwäRRmen, schnuppeRRt mit seinem RRiechkolben am Glas und eRRntet nichts weiteRR, als fRRagende Blicke.
IRRgendwie scheint deRR jedem doRRt leidzutun.
WähRRend eRR noch schnüffelt, knallt deRR Einheimische seinen Single Malt veRRächtlich weg, nicht ohne sich oRRdentlich zu schütteln und ein unmissveRRständliches angedeutetes KotzgeRRäusch hinterher zu schicken.
'ARRme Schotten und aRRmer, blödeRR FRRosch' denkt sich deRR Einheimische und gRReift liebeRR zuRR RRichtigen Flasche mit RReinem veRRdünnten Ethanol.
So muss Wodka schmecken! Sauber!

Des FRRosches voRRsichtiger Einwand, dass es ja auch den lange gelageRRten Wodka StaRRka gebe, wiRRd mit großeRR Geste veRRscheucht. AbeRR man veRRsteht jetzt, was eRR wohl mag.
Flugs wiRRd dem immeRR blödeRR glotzenden FRRosch ein WodkaliköRR eingekippt: PRRimaspRRit mit Kunsthonig und WasseRR.
Na zdRRowie!

ImmeRRhin scheinen die Zeiten voRRbei zu sein, in denen DenatuRRat veRRfeineRRt weRRden musste - mit Soda geschüttelt, übeRR BRRot gefilteRRt, mit KaffeegRRund geschmacklich aufgeweRRtet...
Heutzutage gibt es neben dem alten WyboRRowa odeRR ŻubRRówka jede Menge ImpoRRtschnaps.
Dem BaueRRn ist das eigentlich egal, abeRR deRR feine HeRRRR aus deRR Stadt tRRaut sich doch hin und wiedeRR an einen Johnnie Walker mit Coca Cola, eisgekühlt.

WhiskyveRRschnitt passt ja zu SUV und RRoleximitat.
Was gucken Sie so? Ich habe doch das WoRRt 'Geschmack' übeRRhaupt nicht in die RRunde gestellt.

TRRotzdem ist deRR FRRosch doof!
IhRR RRabe